Alters- und Pflegeheim Ilanz innen

Tagestarife im Alters- und Pflegeheim Ilanz

in CHF

Die vorliegenden Tarife und Bestimmungen entsprechen dem kantonalen „Gesetz über die Förderung der Krankenpflege und der Betreuung von betagten und pflegebedürftigen Personen“ (Krankenpflegegesetz) gemäss Regierungsbeschluss des Kantons GR sowie gemäss Beschluss der Betriebskommission der Stiftung Evang. Alters- und Pflegeheim Ilanz.

Als Grundlage für die Tarifgestaltung gilt das Bewohner-Einstufungs- und Abrechnungssystem BESA gemäss den Weisungen des Kantons Graubünden. Gestützt auf das revidierte Krankenpflegegesetz (KPG) und der Verordnung zum KPG werden die Tarife, die sich aus der Pensions-, der Betreuungs- und Pflegetaxe zusammensetzen, in 12 Stufen festgelegt.

Kosten pro Tag zu Lasten des Bewohners              (ab 01. Januar 2020, Einerzimmer)

Pflege- StufePflege-MinutenPension BetreuungPflege Gesamt-Tarif pro Tag
00130380.00168.00
1bis 20130382.40170.40
221-40 1303816.80184.80
341-601303823191
461-801303823191
581-1001303823191
6101-1201303823191
7121-1401303823191
8141-1601303823191
9161-1801303823191
10181-2001303823191
11201-2201303823191
12> 2201303823191

Die Reduktion für Zweierzimmer beträgt Fr. 10.– pro Tag

Der Zuschlag für ausserkantonale Bewohner/innen beträgt Fr. 20.– pro Tag.

Komfortzuschläge werden kostendeckend in Rechnung gestellt.

Erläuterungen zu den Tarifen

Die Heimtarife gehören zu den Ausgaben, die bei der Berechnung von Ergänzungsleistungen (EL) nach EL-Gesetz voll anerkannt werden.

Pensionstaxe

  • Unterkunft im Einbettzimmer und Zweibettzimmer mit eigener Nasszelle
  • Vollpension (inkl. Zwischenmahlzeiten), ärztlich verordnete Diäten
  • Bett- und Frotteewäsche
  • Besorgen der privaten Wäsche inkl. Flickarbeiten (exkl. Näharbeiten, chem. Reinigung)
  • Reinigung des Zimmers, Heizung, Strom, Wasser
  • Beitrag zur Reservebildung gemäss kantonalen Bestimmungen
  • Investitions-, Instandsetzungs- und Erneuerungskosten (Grundlagen für Renovationsarbeiten oder den Neubau/die Erweiterung des Hauses)

Betreuungstaxe

  • Die Betreuungskosten werden parallel zur Pflegebedürftigkeit bestimmt und ebenfalls in 12 Stufen berechnet.
  • Mit steigender Pflegebedürftigkeit nimmt die quantitative Betreuung zu (z.B. palliative Betreuung und daraus sich ergebend auch vermehrte Angehörigenarbeit).
  • Folgende Dienstleistungen/Tätigkeiten werden der Betreuung zugeordnet:
      • Zimmerservice aus gesundheitlichen Gründen
      • Begleitung zum Essen
      • Manicure, Pédicure, Coiffeurbehandlungen und weitere kosmetische Behandlungen, sofern von Mitarbeitenden der Pflege und Betreuung ausgeführt
      • Tee kochen, Zwischenmahlzeiten vorbereiten, Früchte rüsten, etc.
      • Blumenpflege, gemeinsame Schrankkontrolle und Reinigung
      • Hilfestellungen im Alltag
      • Telefonunterstützung
      • Beratungsdienstleistungen bei Anträgen von Ergänzungsleistungen und Hilflosenentschädigungen, Unterstützung bei Korrespondenz mit Ämtern
      • Beratungsgespräche, individuelle persönliche Gespräche
      • Bewohner- und Angehörigeninformation
      • Führen eines Taschengelddepots (Für die Aufbewahrung von grösseren Geldmengen und speziellem Schmuck im Zimmer lehnt das Heim jede Haftung ab.)
      • Veranstaltungen im Heim und vom Heim organisierte Ausflüge
      • Einzelaktivierung, Briefe vorlesen/schreiben
      • Kleine Einkäufe tätigen
      • Begleitung ausserhalb des Heimes zu Ärzten an Ort

Kosten für Taxidienste mit Heimfahrzeug und Drittleistungen werden immer separat verrechnet.

Pflegetaxe

  • Die Leistungen für die Pflege werden beim Eintritt des Bewohners nach BESA (Bewohner- Einstufungs- und Abrechnungssystem) Leistungskatalog (LK 2010) erfasst und in der Regel zweimal jährlich überprüft und angepasst.
  • Bei wesentlichen Veränderungen des Gesundheitszustandes werden die BESA- Einstufung sowie die Pflege- und Betreuungstaxe angepasst. Bei kurzfristigen Krankheitsveränderungen erfolgen keine Neueinstufungen.
  • Der Pflegebedarf wird in 12 Stufen eingeteilt. Sie sind im 20-Minuten-Takt unterteilt.
    • Der BESA-LK 2010 umfasst 5 Leistungsbereiche mit 10 Massnahmenpaketen (MP), die in Minuten Zeiteinheiten erfasst werden:
LK 1 Psychogeriatrie (Gedächtnis und Orientierung/Sozialverhalten/Affektregulierung 3 MP)
LK 2 Mobilität (Mobilität, Motorik und Sensorik 1 MP)
LK 3 Körperpflege (Kontinenz/Inkontinenz/Kompensation der Selbstpflegefähigkeit 2 MP)
LK 4 Essen /Trinken (Essen und Trinken 1 MP)
LK 5 Medizinische Pflege (Medikation, Schmerzmanagement/Atmung/Sauerstoffversorgung/ Wund -/ Hautversorgung 3 MP)

Informationen und Bestimmungen

Komfortzuschlag für grosse Zimmer

Infrastruktur: Miete eines Zimmers mit einer Grundfläche von mehr als 30 m2 inkl. Vorplatz und Nasszelle: Fr. 1.– pro m2 und Pflegetag für die 30 m2 übersteigende Grundfläche.

Abwesenheit

Bei Abwesenheit (Spital, Klinik, Ferien) betragen die Kosten ab dem ersten Abwesenheitstag Fr. 115.– im EZ bzw. 105.– im DZ (Pensionstarif abzüglich Fr. 15.– für Verköstigung) zuzüglich allfällige weitere Zuschläge. Die Pflege- und die Betreuungstaxe entfällt ab dem ersten Abwesenheitstag. Der Rückkehrtag ins Heim wird voll verrechnet.

Todesfall

Im Todesfall ist die Taxe noch fünf Tage über das Todesdatum hinaus zu bezahlen. Die Pflege- und die Betreuungstaxe sowie die Verköstigung (Fr. 15.–) entfallen ab sofort. Die Todesfallkosten von Fr. 300.– werden mit einer Pauschale in Rechnung gestellt.

Kündigungsfrist

In den übrigen Fällen gilt für den Austritt eine Kündigungsfrist von 30 Tagen.

Ferienaufenthalt

Für Ferienaufenthalte bis zu vier Wochen Dauer wird ein Zuschlag von Fr. 10.– pro Tag erhoben.

Ehepaar-Reduktion

Fr. 10.– pro Person und Tag (beide Ehepartner im Heim)

Wäschezeichen

Sämtliche Kleidungs- und Wäschestücke werden vom Heim mit Wäschezeichen gezeichnet. Diese werden zum Selbstkostenpreis verrechnet.

Telefon/Internet

Auf Wunsch kann ein Telefonanschluss mit eigener, direkter Nummer oder ein Internetanschluss zu je Fr. 25.–/Mt. eingerichtet werden. Die Telefongesprächsgebühren werden verrechnet. Telefonapparate stellt das Heim gratis zur Verfügung.

Radio- und Fernseh-Empfang

Alle Zimmer haben TV- und Radioanschluss. Ab 1. Januar 2019 ist das neue Gesetz über die Abgabe für Radio und Fernsehen in Kraft. Informationen unter www.serafe.ch. Alters- und Pflegeheime gelten als sog. Kollektivhaushalte deren Bewohner/innen von der Gebührenabgabe befreit sind.

Persönliches Mobiliar und Gegenstände

Effekten der Heimbewohner sind gegen Feuer-, Elementar-, Wasser-, Diebstahl- und Beraubungsschäden versichert. Das Verlieren/Verlegen von Sachen ist nicht versichert. Besondere Wertgegenstände (Schmuck, Bilder, Antiquitäten und dergleichen) sind nur innerhalb der Räumlichkeiten des Heimes versichert.

Die Versicherungssumme ist auf CHF 5‘000 je Bewohner und Schadenfall begrenzt.

Die Versicherung bezieht sich ausschliesslich auf die Wohneinheiten des Heimes, d.h. Privateigentum ausserhalb dieser Örtlichkeiten ist nicht mitversichert. Der Selbstbehalt je Schadenfall beträgt CHF 500.- bzw. richtet sich bei Elementarschäden nach den gesetzlichen Bestimmungen. Die Haftung des Heimes ist in jedem Fall auf die Entschädigung der Versicherungsgesellschaft begrenzt, welche sich nach der im Zeitpunkt des Schadens gültigen Versicherungspolice und den gültigen Versicherungsbedingungen richtet.

Das Heim haftet nicht für Beschädigung, Vernichtung oder Entwendung der von den Bewohnerinnen und Bewohnern eingebrachten Sachen.

Dieser Haftungsausschluss gilt nicht, soweit ihm zwingendes Recht entgegensteht.

Privathaftpflicht-Versicherung

Als Bewohner sind Sie durch die Kollektiv-Privathaftpflichtversicherung des Heimes in Ihrer Eigenschaft als Privatperson versichert. Die Versicherung gilt für Personen- und Sachschäden, die Sie Dritten zufügen und für welche Sie nach Gesetz haften. Ebenfalls versichert ist die gesetzliche Haftpflicht aus Schäden an den von Ihnen selbstbewohnten Räumlichkeiten des Heimes. Nichtberechtigte Ansprüche werden durch die Versicherung für Sie abgelehnt. Die Versicherungssumme beträgt je Schadenereignis und Jahr maximal CHF 5’000’000 für alle versicherten Personen (Bewohner) zusammen. Der Selbstbehalt beträgt je Schadenfall CHF 500.–. Nicht versichert sind Schäden in Zusammenhang mit Wohneigentum ausserhalb des Heimes. Der Versicherungsschutz richtet sich nach der im Zeitpunkt des Schadens gültigen Versicherungspolice und den gültigen Versicherungsbedingungen.

Besitzen Sie als Bewohner eine entsprechende Privathaftpflicht- und/oder Hausratversicherung, können Sie diese – unter Berücksichtigung der erwähnten Versicherungsdeckungen des Heimes – auf den nächsten Prämienverfall auflösen. Gerne geben wir Ihnen ein Bestätigungsschreiben zuhanden Ihrer Versicherung ab.

Ergänzungsleistung (EL)

Ein allfälliger Antrag zur Ausrichtung einer EL zur AHV ist mit einem Gesuch bei der zuständigen AHV-Ausgleichskasse zu stellen.

Hilflosenentschädigung (HE)

Nach Ablauf eines Jahres dauernder, erhöhter Hilflosigkeit kann bei der AHV die Ausrichtung einer HE beantragt werden. Über den HE-Beitrag kann der/die Bewohner/in selber verfügen.

Persönliche Auslagen und besondere Dienstleistungen

(separate Verrechnung)

  • Pflege-,Verbands- sowie Einwegmaterial
    Diese werden nach effektivem Aufwand verrechnet. Die Abrechnung erfolgt monatlich. Krankenkassenpflichtige Medikamente und Pflegeprodukte werden den Krankenkassen direkt in Rechnung gestellt.
  • Toilettenartikel
  • Postgebühren/Briefmarken
  • Coiffeur/Manicure/Pédicure als externe Dienstleistungen
  • Chemische Reinigung
  • Näharbeiten
  • Übernachtung für Besucher
  • Mahlzeiten Besucher
  • Getränke von Heimcafeteria
  • Taxi-Fahrdienste mit heimeigenem Behindertenauto
  • Rotkreuzfahrdienst
  • Miete Krankenmobilien

Rechnungsstellung

– an Bewohner bzw. Rechnungszahler
Alle Taxen und besonderen Dienstleistungen werden auf Ende des Abrechnungsmonats fällig. Die Bezahlung der Rechnung hat innert 30 Tagen ab Rechnungsdatum zu erfolgen. Bei Nichteinhaltung der Zahlungsfrist kann der gesetzliche Verzugszins verlangt werden.

– an Wohnsitzgemeinde 75% und an Kanton 25%
Die Restfinanzierung der stationären Pflegekosten haben die letzte Wohnsitzgemeinde zu 75% sowie der Kanton zu 25% zu übernehmen. Die Rechnungsstellung erfolgt nach besonderer Absprache und Weisungen des Kantons.

– an Krankenversicherer
Der Krankenkassenanteil an den Pflegeleistungen gemäss KLV, Art. 7 sowie die kassenpflichtigen Medikamente und das Pflegematerial werden den Versicherern direkt in Rechnung gestellt.

Ombudsstelle

Das Alters- und Pflegeheim Ilanz ist Mitglied der Bündner Ombudsstelle der Spitex-, Alters- und Behinderteninstitutionen. Die Ombudsstelle kann bei Konflikten zwischen uns (Leistungserbringer) und Ihnen als BewohnerIn (LeistungsempfängerIn) angerufen werden. Sie ist unabhängig und neutral, ihre Dienstleistungen sind grundsätzlich kostenlos.

Adresse: Quaderstrasse 5, Postfach 26, 7002 Chur (Tel: 0844 80 80 44, Mail: info@osab-gr.ch).
Weitere Informationen finden Sie auf www.osab-gr.ch.

 

Ilanz, 01. Januar 2020

Für Fragen oder Auskünfte, Informationen und Vermittlungen betreffend die Finanzierung des Heimaufenthaltes steht die Heimleitung gerne zur Verfügung.